Der Jahrgang 2010

Nach einem langen und ungewöhnlich kalten Winter begann die Vegetation im Jahr 2010 erst im April, startete dann jedoch aufgrund der hohen Temperaturen mit einem schnellen Austrieb. Der Blütezeitraum im Juni war sehr lang, was zur Verrieselung und damit sehr lockerbeerigen Trauben führte. Während einer regnerischen Periode im August und Anfang September half unsere intensive Laubarbeit und die damit verbundene gute Durchlüftung, beginnende Fäulnis zu vermeiden. Die kühlen Temperaturen führten dazu, dass wir mit dem Beginn der Lese bis Mitte Oktober warten konnten.

Es zeigten sich große Unterschiede in der Reife der Trauben, eine sehr selektive Handlese in mehreren Durchgängen war enorm von Bedeutung. So konnten wir immer nur die optimal reifen Trauben ernten und den verbleibenden noch Zeit zum Ausreifen geben. Die im Vergleich zu letzten Jahrgängen recht hohen Säurewerte präsentierten sich bereits im Most harmonisch und auch die jungen Weine beeindruckten – die volle Konzentration der kleinen Beeren war zu schmecken. So ist 2010 als Jahrgang mit Herausforderungen, einer sehr geringen Erntemenge aber großartigen Weinen zu sehen.